Mediaplaner

Berufsbild Mediaplaner

Die zentrale Aufgabe eines Mediaplaners ist es, als Vermittlungsstelle zwischen Werbetreibenden, Medien und Auftraggebern zu fungieren. Du bildest das Bindeglied zwischen Wirtschaftlichkeit und Kreativität. Deshalb erarbeitest du für jeden Kunden eine individuell auf ihn abgestimmte Werbekampagne oder Medienstrategie. Dabei sind zwingend die seitens des Kunden gemachten Vorgaben einzuhalten. So können sich die erarbeiteten Maßnahmen nur innerhalb des festgesetzten Budgets bewegen, sodass wirtschaftliche Erwägungen ebenso prägend für den Beruf sind wie der Umgang mit verschiedenen Medien. Als Mediaplaner ist es deshalb wichtig, sich in die Rolle des Kunden hineinzudenken. Es gilt stets, Sachverhalte aus mehreren Perspektiven zu betrachten. Kenntnisse aus den Bereichen Medien und Werbung sind selbstverständlich zwingend für diesen Beruf.

Aufgaben Mediaplaner

Welche Aufgaben hat ein Mediaplaner im Arbeitsalltag? Die konkrete Ausgestaltung dürfte im Detail von Unternehmen zu Unternehmen unterschiedlich ausfallen. Nichtsdestotrotz gibt es einige Key Skills, die unabhängig vom Anstellungsverhältnis für jeden Mediaplaner zur Bewältigung der anfallenden Arbeitsaufgaben zwingend erforderlich sind.

  • Zielgruppen- und Marktanalysen: Als Mediaplaner bist du für die Steuerung der vom Kunden gewünschten Werbevorgänge verantwortlich. Das gelingt aber nur, wenn dir der Markt bekannt ist. Deshalb gehören Zielgruppen- und Marktanalysen zu den absoluten Grundlagen, die jeder Mediaplaner täglich anwendet.
  • Kostenplanung und Wirtschaftlichkeit: Mediaplaner bilden das Bindeglied zwischen kreativer Medienwelt und ökonomischer Kundenperspektive. Für letzteren stehen Zahlen häufig im Fokus. Ein Auftraggeber wird dem Gebot der Wirtschaftlichkeit folgend immer den günstigsten Preis suchen. Als Mediaplaner musst du also Kosten sorgsam einkalkulieren und wirtschaftlich denken können.
  • Verhandlungsgeschick: Als Mediaplaner stehst du unmittelbar im Kundenkontakt. Da dieser andere ökonomische Interessen verfolgt, musst du geschickt verhandeln. Zu den täglichen Aufgaben gehört es deshalb auch, angemessene Budgets zu verhandeln.
  • Organisation und Terminwahl: Der Beruf des Mediaplaners ist eine Führungsposition. Es ist deshalb wichtig, immer organisiert zu arbeiten. Termine und Vorgänge müssen Tag für Tag delegiert und überwacht werden.
  • Kreativität: Ein Mediaplaner darf nicht ausschließlich ökonomisch denken, weil seine Kampagnen sonst mit hoher Wahrscheinlichkeit keinen Erfolg haben werden. Zu den größten Herausforderungen des Alltags gehört es deshalb, das Spannungsfeld aus Kreativität und Wirtschaftlichkeit angemessen auszugleichen.
  • Aktuelle Geschehnisse im Blick haben: Die Medienwelt entwickelt sich rasant. Das einmal angereicherte Wissen veraltet schnell. Ein Mediaplaner muss sich deshalb eigenständig über die neuesten Trends informieren. Du musst Kunden und Konkurrenten immer eine Nase voraus sein.

Ausbildungen

Der Beruf des Mediaplaners ist kein klassischer Ausbildungsberuf. Was das für dich bedeutet? Ganz einfach: viele Wege führen nach Rom!

  • Marketing Studium: Das Marketingstudium zählt zu den klassischen Wegen, die zum Beruf des Mediaplaners führen. In Österreich bieten zahlreiche Fachhochschulen und Universitäten diesen Studiengang an. So etwa die Fachhochschule (FH) Wien.
  • Lehrgänge und Fernstudium: Neben dem klassischen Studium besteht auch die Möglichkeit, einen Lehrgang zu absolvieren. Dieser vermittelt spezifische Kenntnisse und wird mit einem Zertifikat abgeschlossen. In Wien besteht mit WIFI eine derartige Möglichkeit. Viele Lehrgänge kannst du auch als Fernstudium absolvieren, was den Vorteil hat, dass auch ausländische Angebote, wie das der SGD – Studiengemeinschaft Darmstadt, in Betracht kommen.
  • Traineeprogramme: Einige Agenturen und Unternehmen bieten darüber hinaus die Möglichkeit an, ein Traineeprogramm durchzuführen. Als Trainee arbeitest du unter Anleitung qualifizierter Mitarbeiter als echtes Teammitglied und erlernst dabei das für den Alltag benötigte Handwerkszeug.

Gehalt – Was verdient ein Mediaplaner?

Das Gehalt eines Mediaplaners hängt sehr stark von dessen Qualifikation ab. So tragen universitäre Abschlüsse und Titel in der Regel wesentlich zu einer Verbesserung des Salärs bei. Neben der Qualifikation spielen aber auch weitere Faktoren eine Rolle. Hierzu gehören insbesondere Art und Größe des Unternehmens sowie die mitgebrachte Berufserfahrung.
Das Einstiegsgehalt liegt dem Portal „Der Medienplaner“ zufolge zwischen 20.000 € und 25.000 € im Jahr. Als Trainee in einer Agentur kannst du mit etwa 800 € – 1.000 € monatlich rechnen. Wichtig ist, dass das Gehalt mit der Berufserfahrung ansteigt. So sind nach einigen Arbeitsjahren durchaus Gehälter 27.000 € und 61.000 € im Jahr möglich.

Weiterbildungen für Mediaplaner

Du bist Mediaplaner und auf der Suche nach geeigneten Weiterbildungen? Dann können einige der oben genannten Lehrgänge attraktiv für dich sein. Insbesondere für junge Mediaplaner können Weiterbildungen auch positive Auswirkungen auf das Gehalt haben. Daneben gibt es aber auch einige Seminare, die zu medienbezogenen Themen vertiefte Kenntnisse vermitteln oder vorhandenes Wissen auffrischen sollen. Derartige Seminare richten sich zumeist nicht ausschließlich an Mediaplaner, sondern – je nach Thema – an Vertreter aus den Bereichen Wirtschaft oder Medien. Darüber hinaus kann es auch sinnvoll sein, an b2b-Messen teilzunehmen und sich mit anderen Mediaplanern über aktuelle Trends und Entwicklungen auszutauschen sowie zu netzwerken.

Mediaplaner Jobs

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